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Zurück 23.01.2023

Moderna nimmt das Respiratory Syncytial Virus (RSV) ins Visier

@REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo

Am vergangenen Dienstag stellte die amerikanische Firma die guten Ergebnisse der klinischen Versuche mit ihrem Boten-RNA-Impfstoff gegen das RSV vor. Der Wirkstoff dieses Impfstoffs soll in Boston und in Visp im Wallis hergestellt werden!

Das Rennen um neue Impfstoffe beschleunigt sich weiter. Mit seiner Ankündigung in der vergangenen Woche enthüllt das amerikanische Biotech-Unternehmen überzeugende Wirksamkeitsergebnisse (84 %) bei über 60-Jährigen für seinen mRNA-Impfstoff gegen RSV.  Von 64 mit dem Virus infizierten Patienten, die zwei oder mehr Symptome aufwiesen, befanden sich 55 in der Placebogruppe und 9 in der Impfgruppe.

Was ist RSV?

Mit einer grippeähnlichen Mortalität bei älteren oder gefährdeten Menschen ist das Respiratory Syncytial Virus (RSV) dafür bekannt, während der Winterepidemie bei Babys Bronchiolitis zu verursachen. Es verschlimmert auch vorbestehende Krankheiten wie Asthma und schafft Komplikationen wie Lungenentzündung.

So gibt es in den Industrieländern jedes Jahr etwa 5,2 Millionen Fälle bei Menschen ab 60 Jahren, die jährlich 500.000 Krankenhausaufenthalte verursachen. Dr. Paul Burton, medizinischer Direktor von Moderna, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Diese Krankheit hat einen hohen Preis, der unterschätzt wurde". Die Anzahl der möglicherweise erforderlichen Dosen muss noch ermittelt werden. 

Die Fabrik in Visp ist einer der Trümpfe für die Herstellung des Impfstoffs

Der Impfstoff würde in Boston und in Visp im Wallis hergestellt werden, wo sich unsere beiden Fabriken befinden, die die Wirkstoffe der Moderna-Impfstoffe herstellen. 

Die Rohstoffe, die bei der Herstellung von Boten-RNA-Impfstoffen verwendet werden, sind unabhängig von den Impfstoffen identisch. "Wir können also sehr schnell aufstocken und genügend davon bestellen", erklärt Stéphane Bancel, Generaldirektor von Moderna, in einem Interview mit der Zeitung Le Temps (17.01.2023).

Die Markteinführung ist für den Winter 2023/24 geplant.

Quellen: Le Temps / France 24

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